Gier

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Gier – Die dunkle Seite der Geldanlage

Gier gehört zu den sieben Todsünden – und das nicht ohne Grund. Denn kaum eine andere Emotion kann so zerstörerisch auf unsere Finanzen wirken wie die unkontrollierte Gier nach mehr.

Ob beim Investieren, Traden oder im Alltag: Gier lässt uns die Bodenhaftung verlieren. Plötzlich ist es nie genug, egal wie viel wir schon haben. Wir wollen immer mehr, höher, weiter – und verlieren dabei leicht den Blick für Risiken und Realitäten.

Die Psychologie der Gier

Auf den ersten Blick scheint Gier rational: Wer will nicht den maximal möglichen Gewinn? Doch bei genauerem Hinsehen ist Gier alles andere als vernünftig. Sie entspringt viel eher einer tiefsitzenden Unzufriedenheit und dem Gefühl, nie genug zu haben.

Gierige Menschen sind getrieben von Ängsten und Sehnsüchten. Der Wunsch nach Anerkennung, Macht oder Sicherheit lässt sie immer mehr anstreben. Doch je mehr sie haben, desto mehr wollen sie – ein Teufelskreis.

Irgendwann verlieren Gierige jedes Maß. Hauptsache, der Gewinn wird maximiert, egal wie hoch die Risiken sind. Rationalität und Ethik treten in den Hintergrund. Nur noch der Profit zählt.

Gier frisst Rendite auf

In der Geldanlage zeigt sich die zerstörerische Kraft der Gier besonders deutlich. Gierige Investoren jagen von einer Anlageklasse zur nächsten, immer auf der Suche nach der nächsten Renditerakete. Egal ob Aktien, Krypto, Immobilien oder Rohstoffe – Hauptsache, die Gewinne sprudeln.

Doch wer zu gierig ist, der verbrennt sich am Ende die Finger. Denn die wahren Renditebringer sind nicht die ständigen Anlagenwechsel, sondern die Kontinuität. Wer langfristig in solide Sachwerte wie Aktien investiert und Schwankungen aussitzt, der fährt am Ende am besten.

Gierige Investoren hingegen verpassen oft den richtigen Einstiegszeitpunkt, weil sie zu lange zögern. Oder sie steigen zu spät aus und geben ihre Gewinne wieder ab. Durch überhöhte Risikobereitschaft fahren sie Verluste ein. Am Ende bleibt von der großen Rendite nicht viel übrig.

Überwindung der Gier

Um der Gier nicht zum Opfer zu fallen, müssen wir an uns selbst arbeiten. Wir müssen lernen, zufrieden mit dem zu sein, was wir haben. Genügsamkeit und Bescheidenheit sind der Schlüssel zu einem entspannten Umgang mit Geld.

Dabei hilft es, sich immer wieder vor Augen zu führen, was wirklich wichtig ist im Leben: Familie, Freundschaften, Gesundheit. Materielle Dinge wie Reichtum oder Statussymbole verblassen im Vergleich dazu.

Auch finanzielle Bildung kann der Gier den Nährboden entziehen. Wer die Mechanismen der Geldanlage versteht, der weiß, dass es auf Kontinuität und Disziplin ankommt – nicht auf die eine große Gier-Wette.

Am Ende liegt es an uns selbst, der Gier nicht zu verfallen. Bleiben wir bescheiden, geduldig und zufrieden mit dem, was wir haben. Dann haben wir die beste Chance auf langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Freiheit.

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