COT-Daten

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Money Positivity MoPy beobachtet einen professionellen Trader

In diesem Glossarbeitrag möchten wir euch in die spannende Welt der COT-Daten (Commitments of Traders) eintauchen lassen. Denn tatsächlich sind diese Positionsdaten der „Big Boys“ – also von Hedgefonds, CTAs und anderen großen Handelsgesellschaften – ein wertvolles Tool, um die Stimmung am Markt einzuschätzen.

COT-Daten zeigen die Positionen der verschiedenen Marktteilnehmer wie Großspekulanten, Hedgefonds und Commercials. Diese Daten werden wöchentlich von der US-Aufsichtsbehörde CFTC veröffentlicht und geben uns einen wertvollen Einblick in die Stimmung und Positionierung der großen Player.

Wenn wir sehen, dass die „Big Boys“ extrem auf einer Seite positioniert sind, kann das ein Hinweis auf eine bevorstehende Trendwende sein.

COT-Daten sind zwar kein Allheilmittel, aber ein super Zusatztool für euer Research. Kombiniert mit solider Chartanalyse könnt ihr damit noch bessere und fundiertere Handelsentscheidungen treffen. Also nutzt die Chance und schaut den Großen über die Schulter – mit den COT-Daten habt ihr den Schlüssel dazu in der Hand! Aber denkt immer daran: Egal wie gut euer Setup ist, risikiert nie mehr, als ihr bereit seid zu verlieren. 

Webinar: COT-Daten praktisch erklärt

In einem Webinar von IG Europe hat Dirk Friczewsky anschaulich erklärt, wie man die COT-Reports liest und interpretiert. Ein wichtiger Punkt: Die Daten unterscheiden zwischen kommerziellen Akteuren (Commercials) mit Absicherungsinteresse und spekulativen Akteuren (Non-Commercials) wie Banken und Hedgefonds.

COT-Daten können auf Trendwenden hindeuten

Gerade extreme Positionierungen der Non-Commercials können auf bevorstehende Trendwenden hindeuten. Dirk zeigte dies eindrucksvoll am Beispiel des Euro/Dollar. Erreichen die Net-Long-Positionen der Non-Commercials Extremniveaus von z.B. 200.000 Kontrakten, ist Vorsicht geboten. Denn bei einem Kontraktwert von 125.000 Euro bewegen die Großen hier schnell Milliardenbeträge!

COT sind kein Timing-Tool für kurzfristige Trades

Allerdings – und das betonte Dirk mehrfach – sind COT-Daten kein Timing-Tool für kurzfristige Trades. Sie eignen sich eher für die mittelfristige Markteinschätzung im Rahmen des Swing- oder Positionstradings. Zudem muss man die Schwellenwerte je nach Markt anpassen. Bei kleineren Märkten wie dem kanadischen Dollar liegen die Extremniveaus deutlich niedriger als bei den Majors.

COT-Daten als Kontraindikator

Spannend fanden wir auch den Hinweis von Salah Bouhmidi in dem Webinar, dass er die COT-Daten gerne als Kontraindikator nutzt. Sind zu viele Spekulanten auf einer Seite positioniert, lässt ihn das hellhörig werden. Allerdings warnte er auch davor, blind den Daten zu vertrauen. Stattdessen gilt es, sie im Gesamtkontext mit Chartanalyse und Sentiment zu betrachten.

Fazit: COT-Daten sind ein kraftvolles Werkzeug, um die Positionierung der großen Spieler zu durchschauen. Gepaart mit solider Chartanalyse können sie uns die entscheidenden Impulse für eine nachhaltige Markteinschätzung liefern. Dank der Tipps von Dirk und Salah seid ihr jetzt bestens gerüstet, um die Daten gewinnbringend in euer Trading einzubauen. Also nutzt dieses Wissen, bleibt aber gleichzeitig demütig und geduldig. Die Märkte werden euch nicht davonlaufen.

Die Webinaraufzeichnung könnt ihr direkt bei YouTube anschauen.

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