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Forex-Handel: Die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen erklärt


Forex Trading ist eine beliebte Form des Handels, die es den Anlegern ermöglicht, auf dem Devisenmarkt zu handeln. Es ist wichtig, die Schlüsselbegriffe und Abkürzungen zu verstehen, um erfolgreich am Forex-Markt teilnehmen zu können.

Was ist Forex Trading?

Forex Trading bezieht sich auf den Handel mit Währungen auf dem Devisenmarkt. Dieser Markt existiert seit vielen Jahren und hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Der Forex-Markt ist der größte Finanzmarkt der Welt und ermöglicht es den Händlern, Währungen zu kaufen und zu verkaufen, um von den Wechselkursschwankungen zu profitieren.

Der Forex-Markt funktioniert rund um die Uhr und besteht aus verschiedenen Teilnehmern wie Banken, Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen. Der Handel erfolgt in Währungspaaren, wobei eine Währung gegen eine andere gehandelt wird. Zum Beispiel kann der Euro gegen den US-Dollar oder der japanische Yen gegen den britischen Pfund gehandelt werden.

Warum ist Forex Trading so beliebt?

Forex Trading ist aufgrund seiner vielen Vorteile sehr beliebt geworden. Einer der Hauptvorteile ist die hohe Liquidität des Marktes. Da der Forex-Markt so groß ist, gibt es immer genügend Käufer und Verkäufer, was bedeutet, dass es leicht ist, in den Markt einzusteigen und Positionen zu eröffnen oder zu schließen.

Ein weiterer Vorteil des Forex-Handels ist die hohe Zugänglichkeit. Im Gegensatz zu anderen Märkten benötigt man keine große Menge an Kapital, um am Forex-Markt teilzunehmen. Man kann bereits mit einem kleinen Betrag beginnen und nach Bedarf mehr Geld investieren.

Darüber hinaus bietet der Forex-Markt eine hohe Flexibilität. Da der Markt rund um die Uhr geöffnet ist, können Händler zu jeder Tages- und Nachtzeit handeln. Dies ermöglicht es den Händlern, ihre Handelsaktivitäten an ihre individuellen Zeitpläne anzupassen.

Die wichtigsten Währungspaare im Forex-Handel

Währungspaare sind die Grundlage des Forex-Handels. Ein Währungspaar besteht aus zwei Währungen, wobei die erste Währung als Basiswährung und die zweite Währung als Gegenwährung bezeichnet wird. Es gibt drei Arten von Währungspaaren: Hauptwährungspaare, Nebenwährungspaare und exotische Währungspaare.

Hauptwährungspaare sind die am häufigsten gehandelten Paare und umfassen den US-Dollar. Zu den Hauptwährungspaaren gehören EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY und USD/CHF.

Nebenwährungspaare beinhalten keine US-Dollar und werden oft als Kreuzpaare bezeichnet. Beispiele für Nebenwährungspaare sind EUR/GBP, GBP/JPY und AUD/CAD.

Exotische Währungspaare beinhalten eine Hauptwährung und eine Währung eines Schwellenlandes. Diese Paare sind weniger liquide und haben oft höhere Spreads. Beispiele für exotische Währungspaare sind USD/ZAR, EUR/TRY und GBP/MXN.

Verständnis von Pips und wie man sie berechnet

Pips sind die kleinste Einheit der Preisbewegung im Forex-Markt. Sie werden verwendet, um Gewinne oder Verluste zu berechnen. Ein Pip entspricht in den meisten Währungspaaren einer Änderung des vierten Dezimalpunkts. Zum Beispiel entspricht eine Änderung von 1,0001 auf 1,0002 einem Pip.

Die Berechnung von Pips hängt von der Kursnotierung ab. Bei Währungspaaren mit einer direkten Notierung, wie EUR/USD, wird der Pip-Wert berechnet, indem man die Änderung des Wechselkurses mit dem Lot-Wert multipliziert. Bei Währungspaaren mit einer indirekten Notierung, wie USD/JPY, wird der Pip-Wert berechnet, indem man die Änderung des Wechselkurses durch den Wechselkurs dividiert und dann mit dem Lot-Wert multipliziert.

Pips sind wichtig im Forex-Handel, da sie den Gewinn oder Verlust einer Position bestimmen. Ein Pip kann einen kleinen Betrag darstellen, aber wenn man viele Positionen handelt und der Markt sich in die gewünschte Richtung bewegt, können sich die Gewinne schnell summieren.

Was ist ein Lot und welche verschiedenen Größen gibt es?

Ein Lot ist eine Maßeinheit für den Handel mit Währungen auf dem Forex-Markt. Es gibt drei Arten von Lots: Standard-Lot, Mini-Lot und Mikro-Lot.

Ein Standard-Lot entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung. Ein Mini-Lot entspricht 10.000 Einheiten der Basiswährung und ein Mikro-Lot entspricht 1.000 Einheiten der Basiswährung.

Die Wahl der Lot-Größe hängt von den individuellen Handelszielen und dem verfügbaren Kapital ab. Ein Standard-Lot erfordert eine größere Investition, während ein Mini-Lot oder ein Mikro-Lot eine kleinere Investition erfordert.

Die Lot-Größe beeinflusst auch den Wert eines Pips. Je größer die Lot-Größe, desto größer ist der Wert eines Pips. Dies bedeutet, dass Gewinne oder Verluste schneller ansteigen können, wenn man größere Lot-Größen handelt.

Stop-Loss- und Take-Profit-Orders

Stop-Loss- und Take-Profit-Orders sind wichtige Werkzeuge im Forex-Handel, um das Risiko zu begrenzen und Gewinne zu sichern.

Eine Stop-Loss-Order wird verwendet, um Verluste zu begrenzen, indem sie automatisch eine Position schließt, wenn der Markt einen bestimmten Preis erreicht. Eine Take-Profit-Order wird verwendet, um Gewinne zu sichern, indem sie automatisch eine Position schließt, wenn der Markt einen bestimmten Preis erreicht.

Es ist wichtig, Stop-Loss- und Take-Profit-Orders zu verwenden, um das Risiko zu begrenzen und Emotionen aus dem Handel zu nehmen. Durch das Festlegen von klaren Zielen und Grenzen kann man seine Handelsstrategie diszipliniert umsetzen.

Der Spread und wie er den Handel beeinflusst

Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Währungspaares. Er wird in Pips gemessen und stellt die Gebühr dar, die der Broker für den Handel erhebt.

Der Spread wird vom Broker festgelegt und kann je nach Marktbedingungen variieren. Ein enger Spread bedeutet, dass der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis gering ist, während ein weiter Spread bedeutet, dass der Unterschied größer ist.

Der Spread beeinflusst den Handel, da er die Kosten für den Handel erhöht. Ein enger Spread ist vorteilhaft, da er es dem Händler ermöglicht, zu einem günstigeren Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Ein weiter Spread erhöht die Kosten und kann den Gewinn verringern.

Margin und Hebelwirkung im Forex-Handel

Margin und Hebelwirkung sind zwei wichtige Konzepte im Forex-Handel. Margin bezieht sich auf den Betrag, den ein Händler als Sicherheit hinterlegen muss, um eine Position zu eröffnen. Hebelwirkung bezieht sich auf das Verhältnis zwischen dem eingesetzten Kapital und dem tatsächlichen Wert der Position.

Margin ermöglicht es dem Händler, größere Positionen zu handeln, als er tatsächlich Kapital hat. Zum Beispiel kann ein Händler mit einer Margin von 1% eine Position im Wert von 100.000 USD handeln, obwohl er nur 1.000 USD auf seinem Konto hat.

Die Hebelwirkung kann sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken. Wenn der Markt in die gewünschte Richtung geht, kann man mit Hebelwirkung größere Gewinne erzielen. Wenn der Markt jedoch gegen einen läuft, kann man auch größere Verluste erleiden.

Es ist wichtig, die Risiken und Vorteile von Margin und Hebelwirkung zu verstehen und sie mit Vorsicht zu verwenden. Eine zu hohe Hebelwirkung kann zu großen Verlusten führen, während eine angemessene Hebelwirkung das Potenzial für größere Gewinne bietet.

Technische Analyse im Forex-Handel

Technische Analyse bezieht sich auf die Analyse von Preisbewegungen und historischen Daten, um zukünftige Kursbewegungen vorherzusagen. Es gibt verschiedene technische Indikatoren, die verwendet werden können, um Trends zu identifizieren und Handelsentscheidungen zu treffen.

Einige der häufigsten technischen Indikatoren sind gleitende Durchschnitte, Relative Stärke-Indikator (RSI), Bollinger Bänder und MACD. Diese Indikatoren können verwendet werden, um Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu identifizieren, Trendumkehrungen zu erkennen und Ein- und Ausstiegspunkte zu bestimmen.

Technische Analyse ist eine beliebte Methode im Forex-Handel, da sie objektive Informationen liefert und auf historischen Daten basiert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass technische Analyse keine Garantie für zukünftige Kursbewegungen ist und dass andere Faktoren den Markt beeinflussen können.

Fundamentalanalyse im Forex-Handel

Fundamentalanalyse bezieht sich auf die Analyse von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Faktoren, die den Wert einer Währung beeinflussen können. Zu den Schlüsselfaktoren, die in der Fundamentalanalyse berücksichtigt werden, gehören Zinssätze, Inflationsraten, Arbeitsmarktdaten und politische Ereignisse.

Fundamentalanalyse beinhaltet die Überprüfung von Wirtschaftsdaten und Nachrichten, um den Einfluss auf die Währungsbewegungen zu verstehen. Zum Beispiel kann eine positive Arbeitsmarktdaten dazu führen, dass die Währung eines Landes stärker wird, während politische Unsicherheit zu einer Schwächung der Währung führen kann.

Fundamentalanalyse ist wichtig im Forex-Handel, da sie es den Händlern ermöglicht, langfristige Trends zu identifizieren und fundierte Handelsentscheidungen zu treffen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Fundamentalanalyse Zeit und Forschung erfordert und dass andere Faktoren den Markt beeinflussen können.

Tipps für erfolgreiches Forex-Trading

Um erfolgreich im Forex-Handel zu sein, ist es wichtig, einen Handelsplan zu haben und Risiken zu managen. Ein Handelsplan sollte klare Ziele und Strategien enthalten und auf einer fundierten Analyse basieren.

Risikomanagement ist ebenfalls wichtig, um Verluste zu begrenzen und das Kapital zu schützen. Dies kann durch die Verwendung von Stop-Loss-Orders und das Festlegen eines maximalen Verlustlimits erreicht werden.

Disziplin und Geduld sind auch wichtige Eigenschaften für erfolgreichen Forex-Handel. Es ist wichtig, sich an den Handelsplan zu halten und nicht impulsiv zu handeln. Geduld ist erforderlich, um auf die richtigen Handelsmöglichkeiten zu warten und nicht in den Markt einzusteigen, wenn die Bedingungen nicht optimal sind.

Fazit

Forex Trading bietet viele Möglichkeiten, um von den Wechselkursschwankungen zu profitieren. Es ist wichtig, die Schlüsselbegriffe und Abkürzungen zu verstehen und kontinuierlich zu lernen und zu üben, um erfolgreich im Forex-Handel zu sein. Mit einem klaren Handelsplan, einem guten Risikomanagement und Disziplin kann man seine Chancen auf Erfolg erhöhen.

Das war das Money Positivity Podium auf dem Börsentag Hamburg am 11.11.2023

Moderiert wurde die Veranstaltung von der bekannten Börsenmoderatorin Carola Ferstl. Wir bedanken uns bei allen, die dabei waren und mitgewirkt haben – die nächsten Aktionen und Events sind bereits in Planung!

Herzlichen Dank für die Teilnahme am Podium geht an:

Salah Bouhmidi, IG Europe GmbH
Salah-Eddine Bouhmidi

Head of Markets, IG Europe GmbH

Tonia Zimmermann

Co-Founder, UMushroom AG

Clemens Schömann-Finck

Journalist, BurdaForward GmbH

Mick Knauff

Journalist,
Aktienlust

Birgit Wetjen

Chefredakteurin, Courage Magazin

Carola Ferstl

Moderatorin