Jurisdiktion

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Jurisdiktion – Wenn Geldwäsche-Regeln Banken herausfordern

Ihr habt bestimmt schon mal von Geldwäsche gehört – das ist, wenn Kriminelle versuchen, illegal erworbenes Geld durch das Finanzsystem zu schleusen, um es sauber aussehen zu lassen. Dagegen gibt es Anti-Geldwäsche-Gesetze, kurz AML. Soweit, so gut.

Aber jetzt wird’s kompliziert: Denn jedes Land, sogar jede Jurisdiktion, also Gerichtsbarkeit, hat ihre eigenen AML-Regeln. Für Banken und andere Finanzinstitute, die international tätig sind, wird es da schnell unübersichtlich.

Der Jurisdiktions-Dschungel

Stellt euch vor, ihr seid eine Bank mit Niederlassungen in Frankfurt, London und New York. In jeder dieser Jurisdiktionen gelten andere Vorschriften, was ihr tun müsst, um Geldwäsche zu verhindern:

  • Welche Kunden-Infos müsst ihr einholen und prüfen?
  • Wie oft müsst ihr Kunden screenen?
  • Wann müsst ihr verdächtige Transaktionen melden?
  • Welche Strafen drohen bei Verstößen?

Für global agierende Banken ist es eine Mammutaufgabe, den Überblick über all diese Regeln zu behalten und in jedem Land compliant zu sein. Zumal sich die Vorschriften ständig ändern und verschärfen.

Teure Konsequenzen

Wer den Jurisdiktions-Dschungel nicht durchblickt und gegen AML-Regeln verstößt, dem drohen happige Strafen. Allein in den USA wurden Banken seit der Finanzkrise 2008 über 36 Milliarden Dollar an Bußgeldern für Geldwäsche-Vergehen aufgebrummt.

Besonders europäische Banken traf es hart: Zwei Drittel aller US-Strafen 2019 gingen an EU-Institute, oft wegen Verstößen gegen Sanktionen gegen Länder wie Iran oder Nordkorea. Schweizer Banken waren mit über 5 Milliarden Dollar Bußgeld die größten Sünder.

Licht im Dickicht

Um im Jurisdiktions-Dschungel den Durchblick zu behalten, setzen immer mehr Banken auf spezialisierte RegTech-Lösungen. Diese Software-Tools helfen, die AML-Anforderungen in verschiedenen Ländern zu managen, Kunden zu screenen und Transaktionen zu überwachen.

Ein Beispiel ist die CLM-Plattform von Fenergo: Sie bildet AML-Regeln für über 120 Jurisdiktionen ab und passt sich an, wenn sich Vorschriften ändern. So werden Banken das „KYC-Rückgrat“, um in allen Ländern compliant zu sein.

Fazit

Für Banken ist es kein Zuckerschlecken, mit den unterschiedlichen AML-Regeln in verschiedenen Jurisdiktionen jonglieren zu müssen. Aber es führt kein Weg dran vorbei, denn Geldwäsche-Bekämpfung ist enorm wichtig.

Mit der richtigen Technologie und Expertise lässt sich der Jurisdiktions-Dschungel aber lichten. In Zeiten, wo Kriminelle immer trickreicher werden, müssen auch die Finanzinstitute aufrüsten. Nur so können sie Geldwäsche effektiv bekämpfen – egal in welcher Jurisdiktion.

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