Aktienkurs

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So entstehen Aktienkurse

Stell dir vor, du hast ein limitiertes Sneaker-Paar, das gerade total angesagt ist. Jetzt überlegst du, die Sneaker zu verkaufen, weil du Kohle brauchst.

Als erstes checkst du, was deine Freunde so bereit wären, für die Treter zu blechen. Dein Kumpel Max sagt: „Yo, ich geb‘ dir 100 Euro!“ Deine Freundin Emma meint: „Also ich leg‘ 150 hin!“ Und dein Kollege Ben bietet sogar 200 Euro.

Jetzt hast du verschiedene Angebote für deine Sneaker. Wenn du sie unbedingt loswerden willst, machst du mit Max den Deal für 100 Euro. Wenn du etwas mehr Asche rausholen willst, gibst du sie Emma für 150. Und wenn du den fettesten Preis rausholen willst, dann macht Ben mit 200 Euro das Rennen.

Eine Aktie ist ein Anteilsschein

Genauso läuft es an der Börse mit Aktien. Eine Aktie ist quasi ein Anteilsschein an einer Firma. Viele Leute wollen diese Anteile kaufen oder verkaufen. Sie sagen, wie viel Schotter sie hinlegen oder haben wollen – genau wie bei deinen Sneakern.

All diese Kauf- und Verkaufsangebote kommen an der Börse zusammen. Dort werden sie gesammelt und für alle sichtbar gemacht. So kann jeder sehen, was gerade der Höchstpreis ist, den einer zahlen will und der niedrigste Preis, für den einer verkaufen würde.

Preisbildung von Aktien an der Börse

Wenn jetzt einer unbedingt die Aktie haben will, muss er mindestens so viel auf den Tisch legen, wie der günstigste Verkäufer haben will. Und wenn einer seine Aktie loswerden will, kriegt er maximal das, was der Käufer mit dem dicksten Angebot zu zahlen bereit ist.

Aus all diesen Kauf- und Verkaufsaufträgen entsteht dann der aktuelle Börsenkurs einer Aktie. Der zeigt an, zu welchem Preis die Aktie gerade gehandelt wird. Dieser Preis schwankt ständig, so wie sich auch die Angebote der Käufer und Verkäufer laufend ändern – wie bei einer Auktion.

Wenn nun viele Leute eine Aktie haben wollen, aber nur wenige verkaufen wollen, dann zieht der Preis an. Die Käufer überbieten sich gegenseitig, um noch eine Aktie zu ergattern.

Wenn aber viele raushauen wollen und nur wenige Käufer da sind, dann droppt der Preis. Dann sind die Verkäufer bereit, ihre Aktien günstiger rauszurücken, damit sie überhaupt einer geschenkt nimmt.

So regeln Angebot und Nachfrage an der Börse immer den aktuellen Preis einer Aktie. Je mehr Leute eine Aktie haben wollen, desto teurer wird sie. Je mehr verkaufen wollen, desto billiger gibt’s die Aktie.

Grundlagen der Bewertung von Aktien

Und warum wollen mal mehr, mal weniger Leute eine bestimmte Aktie? Das hängt davon ab, wie gut die Firma gerade performt und was die Leute erwarten, wie es in Zukunft laufen wird.

Wenn eine Firma fette Gewinne macht und gute Aussichten hat, dann wollen alle ihre Aktien. Der Kurs ballert nach oben. Wenn die Firma strauchelt oder keiner weiß, wo die Reise hingeht, dann wollen viele ihre Aktien abstoßen. Der Kurs kracht in den Keller.

So spiegeln die Aktienkurse an der Börse immer wider, was gerade viele Anleger von einer Firma halten und für die Zukunft erwarten. Sie zeigen, was Käufer und Verkäufer in dem Moment über den Wert der Firma denken.

Und genauso wie sich diese Meinungen und Erwartungen ständig ändern, schwanken auch die Kurse mal rauf, mal runter. Das macht Aktien so spannend, aber auch riskant. Man weiß nie so genau, wo es als nächstes langgeht.

Aber über lange Zeit sind die Kurse meistens gestiegen, weil die Wirtschaft insgesamt gewachsen ist. Wer also Geduld hat, kann mit Aktien auf Dauer sein Geld vermehren. Dafür muss man aber auch die Schwankungen zwischendurch aushalten.

Im Prinzip ist es wie auf einem Marktplatz, wo jeder sagt, was er kaufen oder verkaufen will – und am Ende ergibt sich daraus der Preis.

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